since 1998 until today by Lothar Herbst first edition: 11.11.2012 last Revision am: 23.09.2022
Hiesfeld Wissenswertes aus Hiesfeld Hiesfeld wäre eigentlich schon eine eigene Website wert, so großflächig und mit eigener City giebe es viel zu berichten. Der Erholungswert und die Infrastruktur lassen keine Wünsche mehr offen, und dabei spielt der Wohlfühlfaktor eine große Rolle. Vom Freibad aus kommt man über die Kirchstraße nach Oberlohberg, oder man geht zu Fuß zum See, der eigentlich ein Hochwasserrückhaltebecken ist. Wir gehen vorbei an dem Mühlenmuseum und am Stadion von TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld . Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann ca. 10 km nach Grafenmühle in Bottrop, entlang des teilweise neu geschaffenen Rotbachverlaufs durch Wälder und Wiesen, mit ihren Pferdekoppeln, fahren. Sozusagen Urlaub vor der eigenen Haustür. Der Ortskern hat eigentlich schon Stadtcharakter. Im Unterschied zur Stadtmitte ist hier das Auto in der Einkaufsmeile nicht verbannt, alles ist leicht zu erreichen. Parkmöglichkeiten gibt es u.a. am Jahnplatz (Marktplatz). Sehenswert auch die alte Windmühle. Hier finden Sie weitere Informationen des Mühlenvereins Dinslaken-Hiesfeld. Rundgang Im Ortskern Hiesfeld, neben dem Marktplatz, steht die über 800 Jahre alte evangelische Kirche. Idyllische Straßen findet man hier zu Hauf und ist bei erhol-samer Ruhe nicht weit weg von der belebten Einkaufszone entfernt. Schulformen jeglicher Art sind hier angesiedelt. Alles ist in der Nähe und zu Fuß zu erreichen. Wer seine verdiente Ruhe sucht, braucht sich nur auf sein Rad zu setzen und ist schon bald entlang des Rotbaches in Flora und Fauna. Entlang des Wanderpfades am Rotbach gelangt man unwei-gerlich an die alte Wassermühle. Daneben liegt gleich das Mühlen-museum. Hier wird das ganze Mühlengeschäft unserer Heimat in maßstabsgetreuen Nachbauten gezeigt. Geht man weiter seines Weges, gelangt man, vorbei an dem Hiesfelder Fußballstadion des "TV Jahn Dinslaken-Hiesfeld", zum Rotbachsee. Er ist eigentlich ein Hochwasserrückhaltebecken. Viele Vogelarten sind hier zu finden. Aber Vorsicht: Fischfütterung nicht erlaubt! Der Hiesfelder See schenkt dem Arbeitnehmer nach Feierabend, oder auch einfach dem Ruhe liebenden Menschen, die verdiente Erholung. Jogger wie Radler kommen hier auch zu ihrem Recht. Und wer einfach Enten, Schwäne oder sonstiges Federvieh beobachten möchte, kann dies hier tun. Fährt man hier mit dem Rad weiter den Rotbachverlauf entlang, kommt man nach ca. 5 km zum ersten Biergarten, um sich ein Leckerchen zu gönnen. Nach weiteren 5 km kommt man durch das Rotbachtal nach Grafenmühle, der angrenzenden Stadt Bottrop. Dorftour Unser Weg führt uns an die gut erhaltene Windmühle vorbei, und geht direkt in die Einkaufszone hinein. Verkehrsberuhigt geht es vorbei an zahlreiche nette Lädchen. Weite Wege braucht man in Hiesfeld wirklich nicht zu machen, denn vieles gibt es hier zu erkunden. Auf das Auto muss man trotzdem nicht verzichten. Am Ende der Einkaufsmeile werfen wir einen Blick auf die Kirchstraße. Im Hintergrund steht der kleine Fernsehturm. Ein Blick zurück in die Einkaufsmeile zeigt die ganze Schönheit dieses Ortes. Café's Eisdielen, Pizzarien und Frittenbuden gibt es auch im Ort. Auf unseren weiteren Weg kommen wir an die alte Gast-stätte "Dorf Brunnen" vorbei. Hier lohnt sich ein Abstecher. Gemütlichkeit und gute Küche finden wir hier vor. Später dann sind wir auf unserer Rundreise wieder in die Ortsmitte am Marktplatz angekommen. Hiesfelder Geschichte und Zahlen Hiesfeld i st ein Stadtteil von Dinslaken im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen und teilt sich auf in das eigentliche Dorfzentrum, sowie Barmingholten und die Hühnerheide. Ein Stadtteil voller Schmuckstücke Von Sara Schurmann / Quelle: NRZ (c) vom 20.08.2014 14 Leser zeigten sich gegenseitig „um 12 Uhr in“ Hiesfeld ihren Stadtteil und entdeckten dabei alte Geschichten, ich war dabei. Dinslaken. „Wenn jemand 30 Jahre lang nicht in Hiesfeld gewesen ist, würde er es heute kaum noch wieder erkennen“, glaubt Friedhelm Dickmann und fängt an von der alten Polizei in einem heutigen Einfamilienhaus oder von urigen Kneipen zu erzählen. Echte Herzstücke des Stadtteils gibt es aber auch heute noch und außerdem jede Menge Geschichten dazu, an die sich die 14 Leser an diesem sonnigen Samstagmorgen erinnern wollen. Die evangelische Dorfkirche ist sicherlich einer der Dreh- und Angelpunkte des Stadtteils, in dem sie alle gerne leben. Martin Pieper, Presbyteriums-Vorsitzender der Evangelischen Kirchengemeinde, begrüßt die Gruppe am Treffpunkt und hat direkt eine Überraschung mit im Gepäck. Wer schwindelfrei ist, darf hoch auf den Glockenturm. „Denn hier oben hoch kommt man ja sonst nicht“, meint Martin Pieper lächelnd. Also geht es für alle hier traut sich keiner zu kneifen die schmalen Treppen hoch bis zu den drei großen Glocken. Die, die unten erst mal warten, fragen neugierig, was es da zu sehen gibt und Edith Kriebel antwortet trocken: „Glocken und ganz viel Dreck.“ Für den hohen Besuch hätten sie ja mal sauber machen können. Aber es sind ja alle für neue Erfahrungen und Geschichten offen, deshalb meckert keiner, sondern jeder ist froh, ohne Knochenbruch wieder auf festem Boden zu stehen. Unten geht es nach kurzer Orientierung dann quer durch die Altstadt Hiesfelds in Richtung Mühle. Auf dem Weg zum Wahrzeichen des Stadtteils entdeckt die Gruppe alte Gebäude und jeder macht sich einen Spaß daraus, als erstes das Baujahr oben am Giebel zu entdecken. Erstaunlich, was Hiesfeld für Schmuckstücke zu bieten hat und dazwischen etliche Häuser neuerer Zeit. Die sozusagen frisch zugezogene Edith Kriebel, immerhin wohnt sie erst seit knapp 50 Jahren im Dorf, kann sich noch an die vielen Felder erinnern: „Wir haben so schön ländlich gewohnt.“ Schön sei es aber natürlich immer noch. Geschichte Hiesfeld wurde erstmals in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in einem Urbar der Benediktinerabtei Werden als Histincfelde erwähnt. Wahrscheinlich im 10. Jahrhundert wurde die Hiesfelder Pfarrei gegründet, zu deren Einzugsbereich auch das Gebiet von Dinslaken gehörte, bis die Kirche St. Vincentius in Dinslaken im Jahre 1436 von Hiesfeld abgepfarrt wurde. Die vermutlich im 12. Jahrhundert erbaute Dorfkirche von Hiesfeld wurde dem hl. Cyriakus geweiht. Das Haus Hiesfeld, eine Wasserburg am Rotbach, war der Stammsitz der adeligen Familie Histfeld, die seit dem 13. Jahrhundert als Dienstmannen der Grafen von Kleve erwähnt wurden. Ende des 16. Jahrhunderts wurde Hiesfeld protestantisch. Der Kampf zwischen Lutheranern und Reformierten um die Vorherrschaft in der Hiesfelder Kirche kumulierte im teilweise gewalttätigen Hiesfelder Kirchenstreit von 1639–1649. Der Streit wurde erst durch die Anordnung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg dahingehend beendet, das die Kirche als Simultankirche von beiden Konfessionen benutzt werden konnte.[3] Im 19. Jahrhundert gehörte Hiesfeld mit dem benachbarten Walsum zur Bürgermeisterei Dinslaken-Land, der der Bürgermeister der Stadt Dinslaken vorstand. Im Jahre 1905 wurden Hiesfeld und Walsum zu eigenen Bürgermeistereien erhoben. Auf Betreiben der Großindustrie (Gutehoffnungshütte und Thyssen) wurde Hiesfeld im Jahre 1917 Dinslaken und der südliche Teil Sterkrade (1581 ha) mit 4478 Einwohnern, später Oberhausen, zugeschlagen. Sie bilden heute die Ortsteile Schmachtendorf mit Waldhuck und Waldteich, Walsumermark mit Brink und Neuköln sowie Oberhausen-Barmingholten. Nach dieser Zusammenlegung fielen die Kommunal- und Mutungsgrenzen zusammen. Die Dinslakener Siedlungsbezirke Grafschaft, Lohberg und Oberlohberg gehörten bis 1917 ebenfalls zur Bürgermeisterei Hiesfeld. Kultur und Sehenswürdigkeiten An sehenswürdigen Gebäuden sind die Dorfkirche, Haus Hiesfeld, die Windmühle und die Wassermühle am Rotbach mit Mühlenmuseum erwähnenswert. Die Turmwindmühle wurde 1822 errichtet. 100 Jahre später wurde der Betrieb eingestellt. Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Mühle wurde einige Jahre später restauriert. Der Ursprung der Wassermühle bestand zunächst nur aus dem Fachwerkgebäude, das 1693 errichtet wurde. Das auf der anderen Seite des Rotbaches gelegene Backsteinhaus wurde später gebaut und diente als Hauptgebäude für den Mühlenbetrieb sowie als Wohnhaus für den Müller. Zwischen den beiden Gebäuden befindet sich ein mittelschlächtiges Wasserrad. Kirchen Hiesfeld hat eine katholische Kirchengemeinde mit zwei Gottesdienst-standorten (Heilig Geist und Herz Jesu), sowie eine evangelische Kirchengemeinde, die ihre Gottesdienste in der Dorfkirche sowie im Gemeindehaus Büngelerstraße abhält. Die Dorfkirche existiert in Teilen seit dem 12. Jahrhundert. Der Westturm ist bis heute im Wesentlichen bestehen geblieben. Das Langhaus in seiner heutigen Form stammt aus dem 15. Jahrhundert. Freibad Hiesfeld Im Sommer 1924 wurde das Freibad Hiesfeld erstmals eröffnet. Was heute nur noch wenige wissen, die Dinslakener kamen damals ganz bequem per Straßenbahn zum Freibad. Das alles ist nun schon sehr lange her, vieles hat sich seitdem verändert. Im Jahre 2004 wurde das Bad renouviert und in 2005 fertiggestellt. Seit 2016 ist das Freibad wegen schwerer Mängel wieder geschlossen worden, die Politik hatte sich viel Zeit genommen, um sich gegen ein Weiterbetreiben zu entscheiden. Nun ist es nur noch Geschichte. Was aus dem Gelände wid, ist noch nicht entschieden. Stand 2022: Die DIN-Fleg hatte ein neues Konzept entwickelt, aber die Stadtwerke, denen das Gelände eigentlich gehört, ebenfalls. Jetzt streiten sich Politik und Bürgerinitiativen um den Bebauungsplan. Ende noch offen. Mühlenmuseum Das Mühlenmuseum wird betrieben vom hiesigen Mühlenverein, kümmert sich um den Erhalt der alten Wassermühle, sowie der alten Turmbock-Windmühle im Ortskern von Hiesfeld. Beide sind nach Terminabspachen zu besichtigen. Manchmal gibt es einen Mühlentag, der sehr gut von Gästen aus nah und weiter Ferne , sowie Bürgerinnen und Bürgern aus der Stadt besucht wird.